Julfest

 

Julscheit

 

 

Ilexzweig im Winter

 


Ilexzweig im Winter

 

 

Ilexzweig im Winter


 

Mittsommer findet zwischen 20. und 23. Juni statt, dies ist der längste Tag und die kürzeste Nacht.  Nach der Mittsommernacht werden die Tage wieder kürzer, wir gedenken der Vergänglichkeit des Lebens. Dieses Fest trägt den Namen Litha, ist aber auch unter der Bezeichunung Alban Heruin bekannt. Dieses Fest markiert auch den Beginn der Erntezeit und wird manchmal auch 1. Ernte genannt.

Der Monat Juni wurde früher Bachmonat (Brachmânoth) genannt, weil in diesem Monat das Brachfeld, also der ungepflügte Acker, bearbeitet wurde. Denn in der Dreifelderwirtschaft wurde immer ein Drittel des Feldes brachliegen gelassen und erst im darauffolgenden Juni gepflügt.

In alter Zeit war das Jahr zweigeteilt (Winter/Sommer), daher bedeutet Mittsommer ganz einfach das nun die Mitte des Sommers erreicht war.
 

Meistens werden an diesem Abend große Feuer, sogenannte Sonnwendfeuer entfacht. Sie haben den Zweck den Feiernden zu leuchten und schlechte Geister fernzuhalten. Der Sprung über das Feuer soll Glück bringen.

Die Eingangstüren der Häuser werden mit Birkenzweigen, Fenchel, Johanniskraut und weißen Lilien geschmückt. Fünf Pflanzen wird nachgesagt sie hätten in dieser Nacht spezielle magische Wirkung: Die Gartenraute, Rosen, Johanniskraut, Eisenkraut und das Kleeblatt. Du kannst aus ihnen einen Buschen binden der Dein Heim schützen soll.

In dieser Nacht soll man die Naturgeister besser sehen können, die Mitsommernacht ist dafür bekannt. Halte also die Augen offen wenn Du vom Feuer wegwanderst, wer weiß was Du alles siehst ;) Zu Mittsommer wurde auch das Holz geschlagen das sich nicht zerreißen und auch nicht verwinden sollte.

Die Symbole von Litha sind Feuer, aber auch die nun blühenden Pflanzen wie Kamille, Lavendel, Schafgarben und natürlich der Holunder. Aber auch alle Kräuter im Garten kannst Du verwenden um z.B. einen Kranz zu winden oder einen Kräuterbuschen zu binden.

Du kannst fürs Fest Holunderblüten sammeln und daraus Holundblütensaft machen. Der schmeckt lecker und passt gut zum Sonnwendfest.

Weiters kannst Du aus den ersten selbst geernteten Früchten und Gemüse ein Festessen zubereiten.


Mittsommer-Met
4 Liter Wasser
1 Tasse Mädesüß Gewürz
1 Tasse Waldmeister
1 Tasse Heidekrautblüten
3 Gewürznelken
1 Tasse Honig
1/4 Tasse Braunzucker
1 Tasse Starkbier
30 g Brauerei-Hefe

Gieß das Wasser in ein großes Gefäß. Bring es zum Kochen, füge Mädesüß Gewürz, Waldmeister, Heidekrautblüten und die Nelken hinzu. Koch das Ganze eine Stunde lang, dann gib Honig, Braunzucker und das Starkbier dazu.
Rühre es dreißigmal im Uhrzeigersinn um, dann nimm es vom Feuer.

Filtere das Gebräu und laß den Met auf Raumtemperatur abkühlen. Rühre dann die Brauerei-Hefe ein und bedecke die Brühe mit einem Geschirrtuch. Laß sie für einen Tag und eine Nacht stehen. Dann filtere sie noch einmal und fülle sie in Flaschen ab. Bewahre sie zum baldigen Verzehr an einem kühlen Ort auf.

Der Mittsommer-Met kann natürlich auch an anderen Sabbaten und Esbats getrunken werden, doch schmeckt er an der Sommersonnenwende am besten.

Anis-Kekse
250 g Butter
150 g Zucker
1 Pkt. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
2 EL Anisschnaps (Ouzo)
350 g Mehl
2 TL gemahlener Anis
Zum bestreichen und bestreuen:
1 Eigelb
1 EL kaltes Wasser
50 g grober Zucker

Weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben, Salz, Ei und Schnaps zugeben und verkneten. Mehl mit Anis mischen, zugeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
Wenn er noch zu bröslig ist, mit kalten Händen weiterkneten.
Eine Stunde zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Dünn ausrollen, runde Plätzchen mit circa 5 cm Durchmesser ausstechen.
Eigelb mit Wasser verquirlen, Plätzchen bestreichen.
Mit grobem Zucker bestreuen, auf Backpapier geben und auf dem Backblech hinein in den Ofen.
Bei 200 °C, 10 bis 12 Minuten backen, wenn fertig, sofort vom Blech lösen und auskühlen lassen.

Blumige Pfirsichschnitten
250g Butter oder Margarine
200 g Zucker
1 Päckchen Vanille-Zucker
1 Pr. Salz
4 Eier
100 g Mehl
100 g Speisestärke
1/2 TL Backpulver
75 g Mandeln
700 g Pfirsiche, frisch oder aus der Dose
200 g Brombeeren
2 Pkt. Tortenguß, klar
15 g Pistazienkerne

Butter zerlassen, kalt stellen und ein wenig fest werden lassen, dann Zucker, Vanille-Zucker und Salz mit der Butter geschmeidig rühren.
Eier, Mehl, Stärke und Backpulver mischen und Esslöffelweise in den Teig rühren.
Mandeln unterheben und den Teig auf ein gefettetes Backblech streichen.
Dann etwa 20 Minuten bei 175 °C bis 200 °C backen.
Kuchen erkalten lassen und mit etwa 700 g Pfirsichhälften, als Blüten eingeschnitten, auf dem Kuchen verteilen.
Die Beeren (Himbeeren, Brombeeren oder Erdbeeren) in die Blüten hineinsetzen damit es wie Blumen aussieht.
Den Tortenguß zubereiten und über die Früchte verteilen.
Dann alles mit den Pistazienkernen bestreuen, in Schnitten schneiden, fertig!

SUMMER TALE
Hail the Sun of Summer -
Golden One, Brightest, Warmth of the Green Earth.
Hail the Sun of Summer -
Crown of Striving, Gem of the Heavens, First among Lights
Hail the Sun of Summer -
Father of Earth, Eye of Burning, Fire of Noontide.
Yet now is the Season of Darkening, the Time of Ripening,
when the night and the moon call the earth to fruit.
t is the time of the tender goddess, the Maker of heroes,
the Old One's Daughter.
Who can tell of the fate of the earth?
If the Sun does not die,
the green turns to gray.
If the Sun does not die,
red turns to black
If the Sun does not die,
the earth will burn dry!


© StoneCreed Grove, ADF

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