Ich kann dir hier nur einen kleinen Einblick in die Kunst des Feng Shui geben und habe deshalb einfach die wichtigsten Begriffe zusammengefaßt. 
Für nähere Informationen solltest du dir ein Buch über Feng Shui kaufen.

CHI HILFSMITTEL
WEITERE BESTANDTEILE DES FENG SHUI
(Yin Yang, 5 Elemente, 8 Trigramme)
 

Auch wenn man es nicht genau erklären kann - es gibt Stellen, an denen man sich spontan zu Hause fühlt und an anderen nicht. Ganz offensichtlich gibt es Wechselwirkungen zwischen Mensch und Lebensraum, die in der westlichen Welt bisher unbekannt sind.

Unser Körper ist eine feine Antenne für Störungen und Veränderungen in der Umwelt. Wir merken, daß wir nach dem letzten Umzug irgendwie schlechter schlafen, öfter krank werden oder Schwierigkeiten mit der Konzentration haben. Unsere Kinder haben auf einmal vorher ungekannte Probleme in der Schule. Unser Geschäft läuft auf einmal nicht mehr so gut wie vor dem Umbau, obwohl doch alles viel schöner ist als vorher. Erklären können wir uns alle diese Phänomene nicht. Auch das Wissen der westlichen Naturwissenschaften reicht nicht aus, um eine Lösung unserer Probleme zu finden. Unser Arzt sagt uns immer wieder, das er keine körperliche Ursache für unsere Krankheit finden kann. Offensichtlich liegt die Quelle aller unserer Probleme nicht in unserem Körper, sondern in seiner Umgebung.

Chi
CHI

Sha
SHA

An dieser Stelle ist es Zeit für Feng Shui. Diese Jahrtausende alte Wissenschaft vom Fluß der Energien (Chi) lehrt, wie durch die harmonische Platzierung von Gebäuden, Möbeln und Symbolen erreicht wird, daß ein Maximum von Chi (Lebenskraft) in die Gebäude gelangt und erhalten bleibt. Eine hohe Konzentration von Chi (Yin, weiblich) zieht große Mengen von Sauerstoff (Yang, männlich) an. Konzentriertes Chi und ausreichender Sauerstoff in den Gebäuden unterstützt ein gesundes Leben, gute zwischenmenschliche Beziehungen und solide schulische Leistungen der Kinder und hilft darüber hinaus, die berufliche und geschäftliche Situation der Bewohner zu verbessern.

Unharmonische Gebäudeformen, scharfe Kanten, Straßenlaternen vor der Eingangstür und viele andere Dinge können die Quelle von Sha (Störenergie) sein. Sie zu vermeiden, oder wenn unvermeidlich abzuwehren oder abzumildern, ist ebenso wichtig wie der gute Fluß von Chi.

Zeitpunkt und Ort der Entstehung von Feng Shui sind heute nicht mehr exakt nachzuvollziehen. Das Kernland ist zweifellos China, aber auch aus Tibet gibt es zahlreiche frühe Zeugnisse dieser Lehre. Erste Erwähnungen sind für die Jahre ab 4000 v. Chr. verbürgt.

Das Studium der Natur zeigte, das manche Orte besser für Ackerbauch und Viehzucht geeignet waren und angenehmere Lebensbedingungen boten als andere. Das bezog sich aber nicht nur auf Äußerlichkeiten wie gemäßigtes Klima und fruchtbaren Boden. Auch augenscheinlich gute Plätze erwiesen sich manchmal als ungeeignet für menschliche Behausungen. Für die Wahl eines Aufenthaltsortes war also auch eine Qualität entscheidend bei der die Dinge der sichtbaren Welt im Einklang mit unsichtbaren Energieströmen stehen.

Solche Orte spielten auch in anderen Kulturen der Welt eine Rolle:
In Europa bewahrten die Druiden dieses überlieferte Wissen und planten Bauwerke wie Stonehenge.
Auch die Standorte und Ausrichtungen der ägyptischen Pyramiden sind nach Berechnungen kosmischer und irdischer Energiefelder ausgewählt und in Mittel- und Südamerika entstanden ähnlich wie in China ganze Städte nach Prinzipien, die ebenso bei Feng Shui Anwendung finden.

CHI

"Chi" ist ein Wort für das es in der deutschen Sprache, wie auch in anderen europäischen Sprachen keine richtige Entsprechung gibt. Wörter wie "Atmosphäre", "Geist" oder "Lebenskraft" bezeichnen die Bedeutung von Chi nur ungefähr. Es handelt sich dabei um feinstoffliche elektromagnetische Energien, die das gesamte Universum umschließen und alles, was sich darin befindet, miteinander verknüpfen. Die Erkenntnis vom ständigen Fluß des Chi ist die Grundlage der gesamten fernöstlichen Wissenschaft, besonders der Astrologie und der Medizin. In Japan wird diese Energie "Ki" ausgesprochen ( bei uns auch in der Schreibweise "Qi" bekannt), in Indien wird der Ausdruck "Prana" dafür verwendet.

Es gibt zwei gegensätzliche Strömungen, deren Zusammenwirken ein hochaktives Wirkungsfeld erzeugt. Der von der Erde in das Universum aufsteigende Strom ist die Erdkraft, die aus dem Weltall auf die Erde einströmende Energie ist die Himmelskraft. Da sowohl die Erde als auch die übrigen Gestirne ständig in Bewegung sind und ihre Positionen untereinander ständig verändern, ist auch die Bewegung des gesamten Chi unablässiger Veränderung unterworfen. Die Gegenläufigkeit der beiden Ströme und die Richtungswechsel erzeugen wechselnde Intensitäten der Strömungen und Wirbel. Dieses wellenförmige oder mäanderartige Fließen, das die altchinesischen Philosophen den "kosmischen Atem" nannten, wirkt sich entlang der Erdoberfläche unmittelbar auf einzelne Menschen oder bestimmte Orte aus.

Das erste das man am Beginn des Feng Shui Prozess macht ist deshalb die Umgebung des Hauses zu betrachten. Das wichtigste ist das Chi ungehindert fließen zu lassen und an gewissen Punkten zu Kraftzentren zu bündeln. Ideal ist es eine Landschaft die aus Gebirge, Hügeln, Flußläufen und locker verteiltem Pflanzenwuchs besteht. Den lange Gerade beschleunigen das Chi und das ist gefährlich, weil es dann zu einer belastenden Energie wird.

Die kosmischen Ströme umfließen aber nicht nur die Oberfläche der Erde sonder durchfließen auch Gebäude, wo immer sie Zutritt finden.
Das Chi dringt zur Eingangstüre in ein Haus ein, durchwandert alle Räume und tritt durch eine Öffnung auf der gegenüberliegenden Seite wieder aus. Wenn das Chi dazu gezwungen wird wieder durch den gleichen Eingang auszutreten durch den es hereingekommen ist, entstehen störende Wirbel und Störungen. 
Das oberste Ziel des Feng Shui ist es, eine störungsfreie Zirkulation zu gewährleisten. 

Grundsätzlich gilt: Die Wohnräume nicht zu sehr mit Möbeln und Dekorationsstücken vollstellen. 
Weniger ist mehr. Sauberkeit und Aufgeräumtheit sind zwar für uns selbstverständlich, aber um ein gutes Feng Shui zu erreichen sind sie unabdingbar. Staub zum Beispiel hat eine eigenen Chi-Energie, die umso stärker stagniert, je älter sie ist.

Auch das langsam fließende Chi liegengelassener Gegenstände kann zu deiner Erschöpfung beitragen ebenso wie lange gelagerte Dinge.
Deshalb beim Frühjahrsputz alle Schränke und Räume nach Gegenstände durchsuchen die du nicht mehr brauchst und diese weggeben. Auch in Gästezimmern, die nur wenig benutzt werden stagniert das Chi.

Lange Korridore mit wenigen Türen und Fenstern beschleunigen den Chi Strom, es wird zu schnell fließendem Chi. Wenn man du dich nun oft in einem Raum am Ende eines langen Korridors aufhält wirst du bald von innerer Unruhe und Nervosität geplagt sein.

Das schneidende Chi entsteht wenn sich gegenüber ihres Hauses oder an ihren Möbelstücken scharfe Kanten befinden. Das um diese Ecken fließende Chi erzeugt Wirbelströme die sich störend auf dein eigenes Chi auswirken könne.

Gebäude haben auch die Eigenart etwas von der Chi Energie, die sie einmal durchflossen hat, zu speichern. Wenn du also ein älteres Haus beziehst ist es wichtig etwas über die Vergangenheit des Hauses herauszufinden. Wer hat vorher darin gewohnt, welches Schicksal hatten diese Menschen. 
Wenn du auf eine ungünstige Lebensgeschichte stößt, solltest du Maßnahmen zur Änderung des vorhandenen Feng Shui ergreifen.

Es gibt kleine Hilfsmittel die das Feng Shui ein wenig verbessern können:

Windspiele: Sie wirken als Energieverteiler der einen schnellen Chi-Strom umlenken kann. 

Licht: Es ist wichtig das überall gleichmäßige Helligkeit herrscht. An dunklen Plätzen stagniert das Chi.

Pflanzen: Du kannst Raumecken durch Pflanzen aktivieren, ebenso schneidendes Chi damit abwehren. Blühende Pflanzen erhöhen die Chi-Energie, zu Not kannst du auch ein Bild einer blühenden Pflanze aufhängen um das Chi zu verbessern, damit erreichst du aber niemals die Wirkung einer lebenden Pflanze.

Kristalle: Echte Bergkristalle bremsen Energie, die etwa durch ein Fenster, das gegenüber einer Tür liegt, entweichen würde. Glaskristalle können mir ihrem farbigen Lichteffekten dunkle Ecken aktivieren.

Wasser: Bewegtes Wasser steigert das Chi enorm. Ein kleiner Springbrunnen oder ein Aquarium sind dafür bestens geeignet. Auch das Bild eines Wasserfalls oder eines Baches tut seine Wirkung.

Pyramide: Wenn der Chi-Strom gestört ist leitet die Form einer Pyramide das Chi entsprechend um, allerdings sollte die Pyramide nicht sichtbar sein.

Weitere wichtige Bestandteile des Feng Shui sind:

YIN & YANG

Yin & YangDie älteste Idee der chinesischen Philosophie, die in allen Bereichen der Kunst und Wissenschaft vorkommt, ist die Einteilung in Yin und Yang. Yin und Yang entstehen aus dem einen Ursprung und bringen dann ihrerseits die enorme Vielfalt der Erscheinungen, einschließlich des gesamten materiellen Universums, hervor. Um die verschiedenen Ebenen der Schöpfung rückwärts bis zum Ursprung zu durchlaufen, muß ein Mensch Gleichgewicht zwischen Yin und Yang herstellen. Dieses Prinzip gilt jedoch auch für weniger mystische Ziele. Für die Beseitigung von Hindernissen, die dem Glück im Wege stehen, für die Wiederherstellung der Gesundheit und Harmonisierung der familiären Verhältnisse müssen sich Yin und Yang im Gleichgewicht befinden.

Die ursprüngliche Bedeutung von Yang lautet: "Banner, die in der Sonne wehen"; Yin heißt "wolkig, bedeckt". Yin und Yang sind die zweithöchsten Kräfte des Universums. Sie sind nicht direkt wahrnehmbar, offenbaren sich jedoch durch ihre Eigenschaften und Manifestationen.

Die Eigenschaften von Yin und Yang

  1. Yin und Yang treten immer gemeinsam auf, niemals isoliert.
  2. Yin und Yang befinden sich in einem dauerhaften Zustand von Veränderung und Gleichgewicht.
  3. Yin und Yang sind nicht absolut, sondern nur in Relation zueinander zu verstehen.
  4. An der Spitze des Yin steigt Yang auf und Yin ab.
  5. An der Spitze des Yang steigt Yin auf und Yang ab.
  6. Yang und Yin erscheinen als dynamische Paare von Gegensätzen.
  7. Yang und Yin verstärken einander, Schicht um Schicht.
  8. Yang und Yin erschaffen zur Erde gehörende Dinge in sechs Stufen.
  9. Phänomene verstecken sich und spielen im Gefolge von Yang und Yin.

Die Manifestationen von Yin und Yang

Yang Yin
hell dunkel
aufsteigend absteigend
bewegend still
expansiv zusammenziehend
innovativ traditionell
kreativ rezeptiv
ausgebend erhaltend
weiß schwarz
Nordpol Südpol
Berg Tal
grader Weg gewundener Weg
lineare Zeit zyklische Zeit
physische Welt astrale Welt
Banner, die im Wind wehen wolkig, bedeckt

DIE FÜNF ELEMENTE

Die Chinesen glauben, daß die Wechselwirkung der Fünf Elemente Erde, Holz, Feuer, Metall und Wasser den Ablauf der Naturerscheinungen regeln. Dabei sind die Elemente nicht als reale Substanzen zu verstehen, sondern als Symbole und abstrakte Kräfte für bestimmte grundlegende Eigenschaften der Materie.

Ein großer Teil des angewandten Feng Shui besteht darin, die Wechselwirkungen dieser Elemente in der physischen Umgebung zu deuten. Dabei werden zwei Arten zyklischer Zusammenhänge unterschieden: der "Hervorbringungszyklus" und der "Zerstörungszyklus". Nach dem ersteren erzeugt Holz Feuer, Feuer bedingt Erde, Erde fördert Metall, Metall bedingt Wasser und Wasser erzeugt Holz. Im "Zerstörungszyklus" besiegt Wasser Feuer, Feuer zerstört Metall, Metall besiegt Holz, Holz zerstört Erde und Erde besiegt Wasser.

DIE FÜNF ELEMENTE UND IHRE EIGENSCHAFTEN

Feuer ist Rot, eine günstige Farbe, Feuer ist auch der Sommer und repräsentiert den Süden.
Wasser ist Schwarz oder Dunkelblau. Es repräsentiert den Winter und liegt im Norden.
Holz korreliert mit dem Osten und wird von Grün repräsentiert. Die Jahreszeit ist der Frühling.
Metall ist weiß und manchmal Gold. Metall symbolisiert den Westen. Es repräsentiert den Herbst.
Erde ist gelb oder braun und repräsentiert das Zentrum.

DIE ACHT TRIGRAMME

Die Acht Trigramme sind eine Erweiterung der Yin-Yang-Theorie und ein Meilenstein auf dem Weg zum Verständnis des I-Ging oder Buchs der Wandlungen der Zhou-Dynastie. Dieses Werk ist in 64 Abschnitte unterteilt, von denen jeder mit einem Muster aus sechs Linien betitelt ist, die als Hexagramm bekannt sind. Tatsächlich wird jedes Hexagramm als eine Zusammenstellung von zwei dreilinigen Mustern oder "Trigrammen" betrachtet.

Die Acht Trigramme sieht man gewöhnlich an den Seiten eines Achtecks angeordnet. Sie finden sich ebenfalls auf chinesischen Navigationskompassen oder auf speziellen Talismanspiegeln, die oft auch außerhalb von Gebäuden aufgehängt werden, um schädliches Sha abzuwehren.
Das chinesische Wort für Hexagramm wie auch für Trigramm ist gua (oder nach der alten Schreibweise: kua). Da das chinesische Wort für "acht" ba (oder pa) lautet, sind die acht Trigramme insgesamt als das "Bagua" oder "pakua" bekannt. Wenn sich jemand auf ein "Bagua" bezieht, kann er einen Talisman meinen, der Acht Trigramme aufweist, oder einen speziellen Spiegel, um dessen Rand die Trigramme angeordnet sind (oder auch das früh- oder nach-himmlische Pa-k´ua auf dem geomantischen Kompaß). Der Ausdruck bezeichnet ebenfalls eine populäre, vereinfachte Form des Haushalts-Feng-Shui, das vage auf dem Symbolismus der acht Trigramme basiert.

Ich würde dir empfehlen für weitere Informationen ein Feng Shui Buch zu kaufen, den dieses Thema ist sehr umfangreich und ich kann es nicht auf einer Seite abhandeln.

Quellen: Feng Shui.de und aus den Büchern "Feng Shui im Alltag" von Andreas Faber und Thomas Martin und "Feng Shui & Gesundheit - Vital leben in Haus und Wohnung" von Dr. Jes T. Y. Lim

Zurück

Home


Alle Texte, wenn nicht anders angegeben, © by Jibril